Vorbereitung/Anreise Ironman Los Cabos

Hallo zusammen,

so, da sitz ich nun mal wieder im Flieger auf dem Weg in die weite Welt hinein. Es geht zum Ironman Los Cabos in Mexiko.
Wie komm man denn auf die Idee nach Los Cabos/Mexiko zu fahren, gibt es nicht genug schöne Rennen bei uns “in der Gegend”?
Ja, sicher, aber das ist kompliziert…..für mich nicht, aber für jeden der normal denkt schon;)
Die Saison 2016 ist für mich gedanklich zu Ende und ich will so früh wie es eben geht nach vorne blicken in die neue Saison, erstens weil ich nicht glücklich mit der letzten war und zweitens, weil es familiär und beruflich einfach kaum noch möglich ist in den arbeitstechnisch turbulenten Frühjahrs-und Sommermonaten gut zu trainieren und dann vernünftig eine heimische Langdistanz zu machen.

Warum denn ausgerechnet Mexiko? Ich war schon mal in Mexiko/Cozumel und das Resultat, war mal gar nix, so habe ich also noch was offen stehen. Nach Cozumel würde ich aufgrund der Topograhie und der somit verbundenen Rudelbildung sicher nicht mehr hin. Hier ist auch schon der Grund Los Cabos zu wählen, weil es hier vermeintlich aufgrund der Strecke evtl. bzw. hoffentlich im klassischen Sinne “alleine” gegen die Naturgewalten und sich selbst geht.

Einerseits bin ich sehr skeptisch meine Ziele hier zu erreichen, die sich wie fast immer über einen Qualiplatz für Hawaii definieren. Ob ich dann das neunte Mal teilnehmen würde oder wie in diesem Jahr verzichten würde, wüsste ich noch gar nicht, dass hängt von vielen Faktoren ab. Trotzdem ist die Platzierung, die für einen Slot reichen würde, ja meist doch zumindest ein objektiver Leistungsmesser.
Warum skeptisch? Weil es grundsätzlich doch von Jahr zu Jahr durch die höhere Leistungsdichte schwerer wird und ich bei diesem Wettkampf in der AK 40-44 so mit der Älteste sein dürfte.
Desweiteren ist die Umstellung von nass und kalt beim Abflug, auf 35 Grad und knallende Sonnen auch nicht ohne. Was mir immer zu schaffen macht, ist die Zeitumstellung, die mit 9h auch sehr üppig ausfällt.
Da das Meer sehr warm ist, wird es wohl ohne Neo ins Wasser gehen, was meine Chancen auch nicht gerade besser macht, da ich im Verhältnis zur Konkurrenz doch eher der Neoschwimmer bin.
Mexiko hat sicher in vielen Dingen auch nix mit europäischen Standards zu tun, was es natürlich schon etwas abenteuerlich macht, aber auch einen gewissen Reiz bietet.
Und zu guter Letzt ist Ende Oktober für einen arbeitenden Mitteleuropäer in Form zu kommen ist auch nicht ganz so einfach.

Aber eigentlich bin ich ja auch ganz optimistisch und ich mache mir grösstenteils nur Gedanken über Gesundheit und Material, weil ich weiss dass ich mich gut vorbereitet habe.
Nachdem ich mich für Los Cabos angemeldet habe, habe ich einfach vieles mal anders gemacht. Ob anders besser heisst, wird sich dann noch heraus stellen, aber irgendwann muss man auch mal einen Schnitt machen und die Dinge anders angehen.
In den letzten Wochen bin ich sehr viel geschwommen. Viel ist natürlich relativ aber “wochenlang” mit über 14km und 5 Einheiten im Becken, war es für einen alten Radfahrer wie mich schon sehr ungewohnt. Früher waren das meist so 2 mal pro Woche im Wasser und max. 6km….
Nein, ich erhoffe mir keine besonders gute Schwimmzeit. Die Schwimmzeiten waren hier in der Vergangenheit sowieso sehr langsam, jedoch hoffe ich einfach entspannter ins Wasser zu gehen und halt auch mit genug Selbstvertrauen für mich ein guten Einstieg in den Wettbewerb zu bekommen.
Das Training beim Radfahren habe ich auch etwas verändert. Ganz vereinfacht, habe ich wöchentlich immer einmal was ganz langes, sprich 180km gemacht.Einmal was kurzes Hartes, sprich so um die 2-3h mit harten Intervallen und eine ca. 2stündige ruhige Eifelfahrt mit anschließendem Koppellaluf.
So ganz grob beschrieben halt……..hin und wieder auch was mehr, aber eigentlich nix was wirklich was brachte, sondern eher nochmal ne ganz lockere Zusatzrunde für den Kopf.
Das Lauftraining war dann auch eher anders als sonst. Die Umfänge lagen immer so zwischen 50 und 70km, was sicher auch nicht ganz so viel ist, jedoch lagen sie in der Intensität, teils(!) schon sehr nahe an einer Verletzung dran, teils aber halt auch sehr und ungewohnt ruhig.
Neben den 3 Kernsportarten kam dann meine ungeliebteste Disziplin, das Stabitraining noch hinzu, wozu ich mich dann immer wieder gezwungen habe;)

So, ich hoffe euch nicht gelangweilt zu haben und evtl. konnte ich euch ja sogar die Ruhepause nach der Saison im Sessel vorm Fernseher verkürzen;)

Ich werde berichten und hoffentlich auch ein paar schöne Bilder schicken.

Update: Gut angekommen, bisschen geschlafen, nun ab zum Frühstück

2 Reaktionen zu “Vorbereitung/Anreise Ironman Los Cabos”

  1. Ramin

    Hey Markus,
    Viel Glück. Ich drücke dir die Daumen. Absolut cool, daß du deinen Bericht auch hier schreibst. Den ganzen Tag lang wollte ich in Erfahrung bringen, was mit Wales geworden ist…
    Beste Wünsche für dein Erfolg und Gesundheit, Ramin

  2. Uli

    …schön dass es den Blog wieder gibt (für diejenigen, die nicht auf Facebook sind :-)

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