Ironman Los Cabos 2016

Hallo zusammen,

normalerweise fängt man ja nicht mit dem Fazit an, aber da ich sehr glücklich mit dem Rennverlauf und dem Ergebnis bin, kann man das ja auch mal am Anfang schreiben.

Eigentlich könnte ich heute nix Negatives zum Tagesverlauf schreiben und so war die Nacht vorm Rennen auch mit viel Schlaf perfekt.
Natürlich ging es früh raus, aber das ist ja normal.

In der Wechselzone dann alles fertig gemacht und dann entspannt noch den 70.3 Start gesehen.
Das Rennen war natürlich ein Non Wetsuit Rennen und daher habe ich meinen Sailfish Rebel noch über den Einteiler getragen beim Schwimmen.
Wie war das Schwimmen? Eigentlich lief alles nach Plan und auch sehr entspannt. Ich bin früh ins Wasser und dann direkt rechts raus und die komplette Strecke allein geschwommen. Klar kann man sicher, wenn man ein paar gute Beine findet, 3/4 Minuten schneller schwimmen oder halt Kraft sparen, aber den Stress will ich mir gar nicht antun. Das Wasser war warm, kristallklar und auch nicht zuviel Wellengang.
Ich bin dann nach 1h7min aus dem Wasser. Ob dies nun gut oder schlecht ist, kann man schlecht sagen, da ich keinen Garmin anhatte und nicht wüsste wie lang die Strecke wirklich war. Aber als 31 Overall, kann es nicht so schlecht gewesen sein.

Dann ab aufs Rad und hier begann dann der Hauptteil meines Rennplans. Ich bin heute sehr, sehr bewusst gefahren und habe eigentlich nie so richtig drauf gedrückt, was auch so gewollt war. “Klar” bin ich trotzdem bis auf Platz 3 Overall nach vorne gefahren, aber wirklich nicht mit Vollgas und ich denke selbst mit Vollgas hätte ich die Zwei vor mir nicht bekommen. Der Radkurs war dann “natürlich” etwas anders als angekündigt, da er an den vermeintlichen Wendepunkten noch ein ganzes Stück länger war. Genau dieser Teil ging dan auch noch richtig gut bergauf ;)
Der Radpart war heute richtig schwer!! Es war schon heiss wie Sau und mit fast 2000HM, dem sehr schlechten, nicht gut rollenden Strassenbelag und auch noch gut Wind gab es ordentlich was zu tun.
Was man mal deutlich erwähnen sollte, war, dass ich heute auf dem Radkurs den fairsten Ironman ever erlebt habe. Ich habe wirlich niemanden Windschatten fahren sehen!
Ich fühlte mich super auf dem Rad und hatte keinerlei Probleme. Durch diesen Radkurs hat sich das Feld natürlich extrem weit auseinader gezogen. Ich kam dann mit einer 4h59min als Dritter Overall in die Wechselzone. Anzumerken ist noch,dass die Strecke nur 172km lang war, jedoch macht das bei so einer Streckenführung gar nichts aus.
Gut gewechselt und dann ab auf die Laufstrecke. Die ersten 5km waren für mich heute die härtesten Kilometer überhaupt, da das Loslaufen in der Gluthitze mich schon richtig gefordert hat. Danach ging es dann aber. Kurioserweise war die ersten 5km laut Garmin sogar meinen Schnellsten heute, jedoch hat sich das nicht so angefühlt. Nachdem ich Wasser und Eis auf mir und in mir massig verteilt hatte, lief es dann besser. Ich bin eigentlich laut Garmin immer so zwischen 5:20 und 5:30 gelaufen. Hört sich nicht so schnell an, aber wenn das Radfahren fair abgeht und jeder auch gleich treten muss, dann macht sich das natürlich auch bei den Laufzeiten unter anderem bemerkbar. Denn mit diesem Tempo bin ich auf Platz Zwei vorgelaufen und mich hat dann auch den ganzen Tag keiner überholt. Das ist mir auch noch nicht passiert…..
Bei Kilometer 35 hat mir Uli dann zugerufen, dass die Jungs hinter mir aufholen und so habe ich die letzten 7 Kilometer noch mal alles aus mir raus geholt und das Tempo nochmal nach oben gedrückt.
Beim ganzen Lauf habe ich natürlich Unmengen an Getränken, Eis und Schwimmen getrunken und auf mir verteilt. Nachteil der Geschichte ist dann, das meine Schuhe von Anfang an klitschnass waren und so sehen dementsprechend auch jetzt meine Füsse aus.
Ich habe dann einen kleinen Vorsprung ins Ziel gerettet und bin 2 Overall geworden und habe meine Altersklasse gewonnen.

Ich bin darüber sehr glücklich, auch wenn das Starterfeld nur aus Agegroupern bestand und auch nicht übermässig gross war. Trotzdem ist es halt schön in meinem fortgeschrittenen Alter mal soweit vorne zu landen.

Danke fürs Daumendrücken und viele Grüsse,

Markus

5 Reaktionen zu “Ironman Los Cabos 2016”

  1. Holger

    Hallo Markus,

    ganz starke Leistung. Ich habe Bilder von der Strecke gesehen und bei so vielen Athleten und Publikum am Streckenrand gibt es ja nochmal eine extra Portion Motivation. 😀

    Super Renneinteilung, das ist der Schlüssel zum Erfolg.

    Gute Heimreise

    Holger

  2. Philipp

    Gratulation zum Rennen in Cabos. Coole Berichte zum Rennen.
    War letztes Jahr dort und die Eindrücke waren die gleichen.
    Die Tage vorher etwas orgachaos aber am Renntag haben die Mexikaner einen super Job gemacht und ein saumäßiges geniales hartes faires Rennen, wo man noch etwas vom abenteuerlichen Charakter des ironman spürt.
    So macht unser Sport richtig Spaß.
    Gute Erholung und viel Spaß auf der awardsparty

  3. Martin Donadt

    Sehr schöner Bericht, bemerkenswert natürlich wenn man “entspannt” fahren kann und trotzdem der Schnellste ist.

  4. Ramin

    Siervuaaßßß di Wadlln! (Auf Deutsch: Respekt!)
    Aller Achtung. Großartig. Herzlichen Glückwunsch.

    Alles Gute, Ramin

  5. Jochen

    Gratulation zu dieser tollen Leistung!

Einen Kommentar schreiben