Auf zum Ironman Lanzarote 2018

Hallo zusammen,

da sitze ich mal wieder im Flieger und befinde mich auf dem Weg zu einer Ironmanveranstaltung.Der Ironman Lanzarote am Samstag steht auf dem Plan.

Früher habe ich ja oft und viel Blog geschrieben, aber ganz ehrlich, das lässt die Zeit gar nicht mehr zu. Früher dachte ich schon es wäre manchmal stressig, aber seit diesem Jahr und der Eröffnung unseres zweiten Geschäfts “Ganser Kids”, bin ich froh über jede freie Minute und die kann ich oft an einer Hand abzählen. Seeeeehr viel Arbeit und dann noch den “Streß”, den ich mir selber mache wie meine Frau sagt, dem Training.
Nach dem Ironman Hawaii 2017 hatte ich keine Pläne für die jetzige Saison. Meine Freunde Arndt, Oli und Alex “überredeten” mich aber, mit ihnen nochmal beim Ironman Lanzarote zu starten. Eigentlich gehört da keine grosse Überredungskunst zu. Lanzarote ist sicher mein Lieblingsrennen und zusammen mit meinen Freunden darauf hin zu trainieren, wäre sicherlich super, jedoch wusste ich ja, dass viele Arbeit und noch mehr Ungewissheit bezüglich des Umfangs der Arbeit auf mich zu kommt. So habe ich mich dann einfach mal angemeldet und gedacht, mal schauen was so passiert.

Einerseits war es eine gute Sache, weil ich definitiv bei der ganzen Arbeit den Arsch nicht hoch bekommen hätte, um konstant zu trainieren. Andererseits war es auch häufig grenzwertig, wenn du morgens um 5.30 bei Frost und mit Licht, dich aufs Rad schwingst, dann 10h im Laden stehst um abends nochmal was zu Schwimmen oder zu Laufen. Wenn ich gewusst hätte, was auf mich zu kommt, dann hätte ich es Stand heute nicht nochmal gemacht. Ich hoffe, dass ich das am Samstag abend dann anders sehe…..;)

Um effizient zu trainieren, habe ich mich nochmal dem mir gut vertrauten Trainingsinstitut Staps angeschlossen und dort mit Niklas einen für mich neuen Trainer bekommen.
Vermutlich hätte ich auch allein genug Erfahrung gehabt, mich gut vorzubereiten, aber ein Trainer, der die Sache von”aussen” sieht, kann das aus meiner Sicht effektiver. Wenn ich selbst mein Training gestalte, mache ich zu oft Sachen die ich gut kann und mir auch noch Spass machen. Aber sollte man nicht die Sachen trainieren, die man nicht so gut kann und ordentlich weh tun;)
Niklas ist zwar noch ein echt junger Trainer, aber das liegt wohl auch dran, dass ich mittlerweile schon ein alter Sack bin. Ich bin mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden und Niklas hat mir auch den ein oder anderen neuen Weg aufgezeigt hat.Der weitere Vorteil eines Trainers ist, dass wenn es am Samstag nicht klappt, ich direkt einen Schuldigen benennen kann ;)

Ich könnte jetzt meine ganzen Trainingspläne hier hoch laden, aber das wäre doch zu langweilig.
Das Training in den letzten Wochen hatte sicher richtig gute Punkte, aber auch Punkte, wo ich im Nachhinein hoffe, dass es trotzdem reicht.
Ein Punkt, der mir Gedanken macht ist,dass ich in diesem Winter/Frühjahr kein mal im Süden im Trainingslager war und mir demensprechend nicht so viele lange Radeinheiten unters Rad kamen. Meine Diagnostikwerte waren im Ausdauerbereich trotzdem sehr gut,aber ich denke, dass mir die Trainingslager in den letzten Jahren viel Schwung gegeben haben.
Durch mein Zeitproblem bin ich aber häufig intensiver auf dem Rad unterwegs gewesen und wer mein Trainingsgebiet kennt, der weiß beispielsweise, dass auf gut 2h45min 1 mal Jägerhausstrasse und 5 mal Simonskall hoch unter zu bringen, auch weh tut. Also alles was kürzer und durchschnittlich einen Tick intensiver.

Beim Laufen gilt eigentlich das Gleiche, nur das ich da die Umfänge eigentlich nicht runter geschraubt habe, aber es häufig deutlich intensiver wurde. Das schöne am Laufen ist ja, dass es nicht so zeitintensiv ist und ich daher die Umfänge nicht reduzieren musste. Desweiteren wurde ich bis jetzt von grössen körperlichen Problemen beim Laufen verschont und bin daher dort frohen Mutes. Aber das war ich ja auch schon öfter….

Zum Schwimmen kann ich eigentlich gar nicht viel sagen, ausser das ich durchschnittlich 2 mal in der Woche im Wasser war und ich dadurch sicher nicht besser geworden bin. Was mich aber echt weiter gebracht hat, war unsere Schwimmtrainerin Vera, die perfekt auf einen ein geht und an deren Training ich zeitlich viel zu selten teilnehmen konnte.

Heute ist Mittwoch und meine späte Anreise resultiert auch aus unserem Zeitmangel im Laden. Ich hoffe, dass Rad und Koffer gleich unversehrt mit mir zusammen ankommen, da der Zeitplan ganz schön eng ist.

Was ist denn nun mein Ziel für Samtag? Wenn ich das mal selbst so genau wüsste?
Klar, möchte ich gesund das Ziel sehen und klar, werde ich sicher wieder wenn der Startschuss gefallen ist, alles geben. Früher war mein Ziel immer die Hawaiiquali, aber nach 9 Teilnahmen auf Hawaii, ist das sicher nicht zwingend notwendig und auch der Reiz der Veranstaltung ist für mich nicht mehr ganz so gross. Trotzdem ist es sowas wie eine Hassliebe und desweiteren, würde eine Platzierung auf einem Qualiplatz ja von einer guten Leistung zeugen. Mal schauen….

Ich werde also von Lanzarote berichten und hoffe euch nicht gelangweilt zu haben.

Über ein Daumendrücken am Samstag würde ich mich sehr freuen und ich kann es sicherlich gut gebrauchen.

Bis die Tage,

Markus

P.S.: Rad und Koffer sind gut angekommen.

2 Reaktionen zu “Auf zum Ironman Lanzarote 2018”

  1. Ela und Achim

    Hallo Markus,

    viel Glück und Erfolg am Samstag. Wir drücken Dir beide die Daumen.
    Wetter sieht gut aus mit mäßigem Wind. Was immer das bedeutet. Aber Nordwind natürlich.
    Liebe Grüße
    Ela und Achim aus Erftstadt

  2. Michael

    Hi Markus,
    Wow…Ironman Lanzarote! Du scheinst ja nur die leichtesten Bedingungen auszusuchen. Wünsche dir viel Erfolg und ein tolles Rennen!

    Viel Spaß.

    Michael aus Breinigerberg

Einen Kommentar schreiben